Bahnersatzverkehr zwischen Hauptbahnhof und Ramersdorf bleibt vorerst bestehen

SWB Bus und Bahn verlängert den Bahnersatzverkehr zwischen Hauptbahnhof und Ramersdorf. Ursprünglich war vorgesehen, den „BE68“ zu Beginn der Herbstferien einzustellen. Nach aktuellem Stand wird der Abschnitt bis auf Weiteres weiterhin mit Bussen bedient.
„Nach den aktuellen Erkenntnissen werden uns bis Montag noch nicht ausreichend freigegebene Stadtbahnen zur Verfügung stehen, um den Streckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Ramersdorf wieder zu bedienen. Wir wissen, dass sich unsere Fahrgäste die Rückkehr der Stadtbahnen zum Ferienbeginn gewünscht haben. Gleichzeitig zeigt sich, dass die zusätzlichen Prüfungen ein wichtiger Beitrag für einen sicheren und zuverlässigen Wiedereinstieg in den Stadtbahnbetrieb sind“, sagt Anja Wenmakers, Geschäftsführerin von SWB Bus und Bahn.
Noch am Mittwoch, 14. Oktober, waren die Verantwortlichen nach Abgabe der Unterlagen an die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) optimistisch, die geplante Roadmap im Sinne der Fahrgäste einhalten zu können. Im Zuge der weiteren Detailplanung haben sich in den vergangenen zwei Tagen zusätzliche Prüf- und Arbeitsaufwände ergeben.
„Aufgrund des Alters unserer Bahnen haben wir uns bewusst für ein besonders gründliches Prüf- und Überwachungskonzept entschieden. Die Sicherheit unserer Fahrgäste hat für uns oberste Priorität. Die aktuellen Erkenntnisse helfen uns dabei, die nächsten Schritte verlässlich zu planen und die Fahrzeuge sorgfältig für die Wiederinbetriebnahme vorzubereiten“, erklärt Anja Wenmakers.
Zusätzliche Erkenntnisse aus der Fahrzeugprüfung
Gemäß dem Prüfkonzept müssen unter anderem die Radscheiben aufwendig entlackt werden. „Die Arbeit an einem Referenzfahrzeug hat gezeigt, dass bei den aufgearbeiteten Bahnen aus den 1970er Jahren pro Fahrzeug rund 30 Stunden zusätzlicher Aufwand anfallen. Diese Erkenntnisse können wir nun in die weitere Planung einbeziehen“, erklärt Gregor Frohne, Bereichsleiter Schienenfahrzeuge bei SWB Bus und Bahn. Hinzu kommen längere Lieferzeiten für Spezialwerkzeuge.
Auch die hohe Belastung der Mitarbeitenden nach fast drei Monaten im Mehrschichtbetrieb wird berücksichtigt. „Unsere Mitarbeitenden leisten seit Wochen Außergewöhnliches. Um sie zu entlasten und die Arbeiten weiterhin verlässlich voranzubringen, verstärken wir das Team zeitnah mit zusätzlicher externer Unterstützung“, kündigt Anja Wenmakers an.
Gesamtaufwand wird neu bewertet
Auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse bewertet SWB Bus und Bahn derzeit den technischen, personellen und zeitlichen Gesamtaufwand neu. „Die Arbeiten dazu haben bereits begonnen. Ziel ist es, unmittelbar nach Erhalt des TAB-Bescheids die erforderlichen Prüfungen für die Freigabe weiterer Stadtbahnen durchführen zu können“, betont Gregor Frohne.
Ein verlässliches Datum für das Ende des Bahnersatzverkehrs zwischen Hauptbahnhof und Ramersdorf kann SWB Bus und Bahn derzeit noch nicht nennen. Sobald der weitere Zeitplan feststeht, wird dieser kommuniziert. Anfang der kommenden Woche werden wir über den aktuellen Stand der Arbeiten, die weitere Fahrzeugverfügbarkeit und die Auswirkungen auf das Verkehrsangebot informieren.
Wissenswertes zum Bahnersatzverkehr "BE68“ (Hauptbahnhof-Ramersdorf) und “BE66" (Ramersdorf-Bad Honnef) finden Fahrgäste in der SWB-App BONNmobil und in der App des VRS sowie auf der Sonderseite zur Wiederinbetriebnahme der Stadtbahnen.
