Der laufende Busbetrieb inmitten einer dauerhaften Baustelle wäre mit erheblichen logistischen und betrieblichen Herausforderungen verbunden. Zudem entfiele bei einem ganz neuen Standort die Notwendigkeit, temporäre Ersatzflächen anzumieten. Der bisherige Betriebshof könnte weitergenutzt werden, bis der neue hergerichtet ist. Das würde sowohl Kosten als auch Koordinationsaufwand reduzieren. Angedacht ist, den neuen Standort an der A565 im Bonner Stadtteil Auerberg auf dem Gelände des früheren Aluwerks zu realisieren.

SWB Bus und Bahn prüft eine Standort-Alternative für den Bus-Betriebshof in Friesdorf
Derzeit wird geprüft, ob SWB Bus und Bahn seinen neuen Betriebshof auch an anderer Stelle als in Friesdorf realisieren könnte. Auf dem infrage kommenden Areal im Stadtteil Auerberg nahe der Autobahn könnte die Infrastruktur für den zukünftigen E-Bus-Betrieb womöglich besser umgesetzt werden.
Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Aktuell evaluieren wir alternative Optionen, die sich kurzfristig ergeben haben. Man kann es mit einer Situation im privaten Bereich vergleichen: Angenommen, Sie planen seit Längerem den Umbau Ihres Hauses – die Pläne stehen, die Kosten sind kalkuliert. Kurz bevor Sie beginnen, bietet sich Ihnen plötzlich die Möglichkeit, ein anderes Objekt zu erwerben, das möglicherweise besser zu Ihren langfristigen Bedürfnissen passt. Auch wenn Sie schon viel in die ursprünglichen Pläne investiert haben, prüfen Sie die neue Option sorgfältig – allein schon, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.
Genau das tun wir derzeit: Wir analysieren potenzielle Alternativen mithilfe externer Fachgutachten und in enger Abstimmung mit Wirtschaftsprüfern. Sollte sich dabei ein wirtschaftlicher und betrieblicher Vorteil ergeben, wäre es geradezu fahrlässig, diese Chance nicht zu prüfen.
Sollte der Betriebshof zukünftig in Bonn-Auerberg angesiedelt sein, beginnt sozusagen auf dem Friesdorfer Gelände eine neue Erfolgsgeschichte. Das Areal soll von der Stadtentwicklungsgesellschaft Bonn (SEG), an der wir beteiligt sind, vermarktet werden. Als Dienstleisterin für die Bundesstadt ist die SEG für die nachhaltige Wohnraum- und gewerbliche Flächenentwicklung verantwortlich.
Die Stadtwerke Bonn arbeiten daran, die CO₂-Emissionen in ihren Sparten weiter zu reduzieren. Der Betriebshof in Friesdorf ist derzeit auf den Betrieb von Dieselbussen ausgerichtet. Perspektivisch ist eine Umstellung des Standorts auf den Einsatz von Elektrobussen vorgesehen. Dafür sind umfangreiche Aus- und Umbaumaßnahmen auf dem bestehenden Betriebshof erforderlich.
