Update 16.9.2026: Warum nicht immer zwei Bahnen freigegeben werden

Mit der Freigabe von zwei weiteren Bahnen der fünften Serie haben nun sieben Fahrzeuge den Wiederinbetriebnahme-Prozess abgeschlossen. SWB Bus und Bahn strebt generell unter der Woche an, zwei Bahnen pro Tag freizugeben. Warum an einzelnen Tagen nur ein Fahrzeug abgenommen werden kann, hat unterschiedliche Gründe.
Das Prüf- und Überwachungskonzept bedeutet für das Werkstattteam einen deutlichen Mehraufwand. Es sieht zusätzlich zu allen anderen Maßnahmen alle zwei Tage Sichtprüfungen an bereits freigegebenen Wagen der fünften Serie vor. Außerdem müssen die üblichen Instandhaltungsarbeiten an den Fahrzeugen, die täglich im Einsatz sind, sowie Reparaturen durchgeführt werden.
Die Angabe von bis zu zwei Fahrzeugen pro Tag ist dabei als Orientierungswert für den eigentlichen Prüf- und Bearbeitungsumfang zu verstehen. Der Gesamtprozess umfasst darüber hinaus - je nach individuellem Fahrzeugbefund - gegebenenfalls zusätzliche Prüfungen, Nacharbeiten, die Bewertung von Abweichungen sowie die vollständige technische Dokumentation und Freigabe. Deshalb kann der Zeitaufwand von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich sein.
Viele Arbeiten laufen gleichzeitig
Parallel dazu laufen die Untersuchungen für die Fahrzeuge der Zweiterstellung und der 4. Serie, um schnellstmöglich den Wiederinbetriebnahme-Bescheid der Technischen Aufsichtsbehörde zu erhalten.
Für die aktuelle Situation wurde ein Kernteam aus Technik, Werkstatt, Einkauf und Betriebsleitung gebildet, das sich um die anstehenden Themen kümmert. Zudem hat sich SWB Bus und Bahn externe Unterstützung für einzelne Arbeitsschritte geholt, um noch schneller und trotzdem sicher agieren zu können.
Es hat sich herausgestellt, dass der Freigabeprozess für manche Wagen aufwändiger ist als für andere. Daneben gilt es, externe Prüfer, die von ihnen zur Verfügung gestellten Unterlagen sowie Sachverständige zu koordinieren. Die Freigabe erfolgt erst, wenn die für das jeweilige Fahrzeug erforderlichen Prüfungen vollständig durchgeführt, bewertet und dokumentiert sind. Sicherheit und die Einhaltung des Prüf- und Überwachungskonzepts haben dabei Vorrang vor einer rein mengenmäßigen Freigabeplanung.
Da die im Prüf- und Überwachungskonzept vorgeschriebenen aufwendigen Ultraschalluntersuchungen künftig mit eigenen Mitarbeitenden durchgeführt werden sollen, muss auch das Werkstattpersonal zertifiziert geschult werden. Dadurch kann es in den kommenden Wochen zu personellen Engpässen vor Ort und somit an manchen Tagen zu weniger als zwei Inbetriebnahmen kommen.
So fahren wir am morgigen Donnerstag
Linie 16: Der Bahnverkehr läuft wie geplant mit Unterstützung der KVB.
Linie 18: Auch hier gibt es einen regulären Bahnverkehr, bei dem die KVB mit Fahrzeugen unterstützt.
Linie 66: Zwischen Vilich und Bonn Hauptbahnhof pendeln Bahnen. Zwischen Siegburg und Vilich ist ein Bahnersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, der als BE67 gekennzeichnet ist. Da die Ersatzbusse am Park & Ride-Parkplatz Vilich wenden, ist dieser aktuell nur in einem kleinen ausgewiesenen Bereich für Autos nutzbar.
Wie angekündigt fahren zwischen Hauptbahnhof und Ramersdorf Busse statt Bahnen mit der Kennzeichnung BE68.
Wer nach Königswinter oder weiter nach Bad Honnef möchte, steigt in Ramersdorf in den BE66 um.
Linie 62: Wer bis Oberkassel fahren möchte, nutzt anstelle des Bahnersatzverkehrs am besten die Linie 62 bis Oberkassel Süd/Römlinghoven. Ein Umstieg in den BE66 ist in Ramersdorf am einfachsten möglich.
Die Linien 63, 67 und 68 werden derzeit nicht bedient. Fahrgäste, die normalerweise die Linie 63 nutzen, steigen jetzt in die Linie 16 in Richtung Bad Godesberg und zurück. Der mit BE68 gekennzeichnete Bahnersatzverkehr bedient das Teilstück der Linie 68 zwischen Hauptbahnhof und Ramersdorf. Die Linie 67 entfällt ersatzlos.
Die aktuellen Fahrpläne des Bahnersatzverkehres gibt es auf der Sonderseite zur Wiederinbetriebnahme.
