SWB Bus und Bahn intensiviert Prüfungen an Stadtbahnflotte

Mit einem umfassenden Inspektions- und Untersuchungsprogramm überprüft SWB Bus und Bahn derzeit die außer Betrieb befindlichen Stadtbahnfahrzeuge. Ziel ist es, gemeinsam mit den zuständigen Aufsichtsbehörden eine sichere und belastbare Grundlage für die Wiederinbetriebnahme der Fahrzeuge zu schaffen.
Bewährtes Wartungs- und Prüfkonzept
Die Stadtbahnflotte unterliegt bereits im Regelbetrieb einem engmaschigen Wartungs- und Prüfkonzept. Dieses beginnt mit Durchsichten im Abstand von zwei Tagen und reicht bis zur Hauptuntersuchung, die alle fünf Jahre erfolgt. Zusätzlich wird jedes Fahrzeug monatlich einer intensiveren Inspektion unterzogen. Die gesetzlichen Vorgaben der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab) sehen darüber hinaus detaillierte Untersuchungen von Bauteilen, die ein Zerlegen der Komponenten erfordern, in größeren Intervallen vor – frühestens nach 500.000 gefahrenen Kilometern, spätestens jedoch nach acht Jahren.
Umfassende Sonderprüfungen in Abstimmung mit der TAB
Da die Fahrzeuge noch bis in die 2030er Jahre im Einsatz bleiben sollen, führt SWB Bus und Bahn derzeit vertiefte Untersuchungen an den betroffenen Bauteilen durch.
Dabei wurden Auffälligkeiten an den Fahrwerkskomponenten dokumentiert und der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) bei einem ohnehin anstehenden Termin am Montag, 20. Juli, gemeldet. In enger Abstimmung mit der TAB wurde daraufhin vereinbart, die gesamte B-Wagen-Serie – also alle Stadtbahnfahrzeuge aus den 1970er- bis 1990er-Jahren – einer umfassenden Sonderprüfung zu unterziehen. Im Zuge der aktuellen Situation werden sämtliche Fahrzeuge fortlaufend überprüft. Die Werkstatt arbeitet dafür im 24-Stunden-Dreischichtbetrieb.
Kernteam und externe Gutachter arbeiten an der Freigabe
Parallel dazu arbeitet SWB Bus und Bahn gemeinsam mit externen Gutachterbüros an einer technischen Bewertung der betroffenen Bauteile. Ziel ist es, mit den zuständigen Aufsichtsbehörden ein Verfahren zu entwickeln, das eine sichere Freigabe der Fahrzeuge ermöglicht. Für diese Aufgabe wurde ein bereichsübergreifendes Kernteam eingerichtet. Mitarbeitende aus Technik, Werkstatt, Einkauf und Betriebsleitung arbeiten rund um die Uhr an Lösungen, um die Untersuchungen zügig voranzubringen.
Flexible Prüfintervalle und langfristige Flottenplanung
Sollten die laufenden Untersuchungen entsprechende Ergebnisse liefern, können die bestehenden Prüfintervalle für einzelne Bauteile zusätzlich verdichtet werden. Diese Möglichkeit wird bereits berücksichtigt und kann abhängig von den Untersuchungsergebnissen umgesetzt werden.
SWB Bus und Bahn verfolgt weiterhin das Ziel, die Stadtbahnfahrzeuge bis zur Auslieferung der neuen Bahnen zuverlässig im Einsatz zu halten und dauerhafte Ausfälle zu vermeiden. Das derzeit erarbeitete Flottenkonzept wird eng mit der Technischen Aufsichtsbehörde abgestimmt. (sz)
