Gleisarbeiten am Hauptbahnhof enden planmäßig
SWB Bus und Bahn liegt bei den Gleisarbeiten rund um den Bonner Hauptbahnhof im Plan. Am Sonntag, 14. Juni, fahren die Linien 61 und 62 ab Betriebsbeginn wieder ihre normalen Strecken, der Bahnersatzverkehr endet wie auch die Umleitungen für einige Buslinien.

Am heutigen Freitag und morgen, Samstag, 13. Juni, stehen letzte Asphaltarbeiten direkt vor dem Bonner Hauptbahnhof an. Der Gleisaustausch war dringend notwendig, weil die Betriebssicherheit spätestens im nächsten Winter nicht mehr hätte gewährleistet werden können. Der Zahn der Zeit hatte an der Infrastruktur genagt. „Für uns war wichtig, während der elftägigen Sperrpause möglichst viele Synergieeffekte innerhalb der Stadtwerke Bonn zu nutzen“, sagt Sarah Julie Elfgen, bei SWB Bus und Bahn Fachbereichsleiterin für den Bahnbau.

Viele Baumaßnahmen in der bahnfreien Zeit
So erneuerte das Verkehrsunternehmen auch den Gleisbogen zur Thomas-Mann-Straße und sanierte unter anderem Kanaldeckel auf der Hausdorffstraße und das Profil der Schienen in der Wendeschleife Dottendorf sowie der Südunterführung. Von BonnNetz erhielt die Südunterführung zudem eine neue Beleuchtung, ein anderes Team des Netzbetreibers nutzte die bahnfreie Zeit für Arbeiten an der Gasleitung in der Poppelsdorfer Allee.
Die Sperrung der Nordbrücke am 3. Juni und damit am ersten Tag des Bahnersatzverkehrs wirkte sich auch auf die Baustelle aus: „Der Material-Lkw hat vier Stunden länger in die City gebraucht, danach haben wir den Plan für die Lieferungen an den Folgetagen um zwei Stunden vorverlegt. Das hat prima funktioniert“, sagt Projektleiterin Patricia Hrin vom Fachbereich Bahnbau.
250 Tonnen Asphalt entsorgt
Vor Ort wurde eine Menge bewegt. Rund 365 Meter Gleis tauschte SWB Bus und Bahn aus. Imposant auch die Masse an Asphalt: 250 Tonnen alter Asphalt wich zugunsten von 250 Tonnen neuem Straßenbelag. Der sich nun ohne tiefe Löcher präsentiert.
Unter dem Asphalt befindet sich eine frische und gestopfte Schotterschicht, versehen mit einer dünnen Betondecke für mehr Stabilität. „Die Belastung durch die Busse ist an dieser Stelle hoch, und wir wollen, dass die Zwischenlösung bis zur Neugestaltung der Straße ‚Am Hauptbahnhof‘ hält“, betont Planerin Hrin.
Ihr großer Dank richtet sich an die anliegenden Privat- und Geschäftsleute: „Um die Unannehmlichkeiten für unsere Fahrgäste kurz zu halten, haben wir 24/7 gearbeitet, das war bestimmt nicht immer schön für die Anwohnenden. Trotzdem hat es keine Beschwerden gegeben, was wirklich toll ist.“ (se)
