Aufsichtsräte erhalten Roadmap für Wiederinbetriebnahme

In einer weiteren gemeinsamen Sondersitzung befassten sich die Aufsichtsräte der SWB GmbH und der SWB Bus und Bahn mit der Wiederinbetriebnahme der Stadtbahnfahrzeuge. Die Geschäftsführerin von SWB Bus und Bahn, Anja Wenmakers, legte den Gremien die vor zwei Wochen eingeforderte Roadmap vor. Demnach sollen bis Ende November wieder ausreichend Fahrzeuge zur Verfügung stehen, um das reguläre Bahnangebot fahren zu können.
Der nächste Meilenstein ist Anfang Oktober. Dann wird der erforderliche Bescheid für die Fahrzeuge der sogenannten Zweiterstellung erwartet. Anschließend sollen im Oktober die Voraussetzungen für die Wiederinbetriebnahme von Fahrzeugen der vierten Serie geschaffen werden.
„Der Zeitplan basiert auf den Einschätzungen unserer internen und externen Fachleute. Für unsere Fahrgäste ist jeder Tag zu viel, an dem Bahnen fehlen. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass alle notwendigen Prüfungen vollständig durchgeführt werden. Sicherheit und Verlässlichkeit bestimmen deshalb unser weiteres Vorgehen“, sagt Anja Wenmakers, Geschäftsführerin von SWB Bus und Bahn.
Aufsichtsräte begleiten Umsetzung eng
„Wir haben heute die Roadmap von Frau Wenmakers erhalten, die wir vor zwei Wochen eingefordert haben. Wir werden sie an den dargestellten Schritten und deren Umsetzung messen. Gleichzeitig läuft die unabhängige Untersuchung der von uns beauftragten Kölner Kanzlei. Sie soll klären, wie es zu dieser Situation kommen konnte und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden müssen“, sagt David Lutz, Vorsitzender des Aufsichtsrates der SWB GmbH.
Die Aufsichtsräte haben zudem monatliche Berichte zur Kostenentwicklung eingefordert. Die bislang ermittelten Kosten im Zusammenhang mit der Außerbetriebnahme belaufen sich aktuell auf rund 3,5 Millionen Euro. Mit einem weiteren Anstieg ist zu rechnen. Bei Abweichungen vom Zeitplan sollen die Aufsichtsräte umgehend informiert werden.
