18.05.2026

Zukunftsbus gibt Tipps zur Klimaanpassung

Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und 
SWB Bus und Bahn schicken den Bonner Zukunftsbus in den Linienbetrieb. Der neu gestaltete E-Bus informiert, wie sich Städte und Bürgerinnen und Bürger an die Folgen des Klimawandels anpassen können.

Bonn, 18.05.2026. Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und SWB Bus und Bahn haben am Montag, 18. Mai, gemeinsam den Bonner Zukunftsbus vorgestellt. Der neu gestaltete Elektrobus wird ab sofort im Linienbetrieb unterwegs sein und Fahrgästen Tipps zur Klimaanpassung geben. Die Idee sowie das inhaltliche Konzept stammen von der Stiftung, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Vorstellung des Bonner Zukunftsbusses: Dr. Gregor Kaiser, Georg Bechthold, Elke Reichert und David Baier präsentierten den neu gestalteten E-Bus, der künftig im Bonner Linienbetrieb über Klimaanpassung informiert. (Fotos: Stadtwerke Bonn/Martin Magunia)

„Klimaschutz und Klimaanpassung sind zwei echte Zukunftsthemen, die Hand in Hand gehen“, erklärt Dr. Gregor Kaiser, Mitglied des Landtags NRW und Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir gemeinsam mit SWB Bus und Bahn als Kooperationspartner die Möglichkeit haben, diese Themen mit dem Zukunftsbus stärker in den Fokus der Bürgerinnen und Bürger zu rücken. Der Bonner Zukunftsbus zeigt den Fahrgästen wie Klimaanpassung die Lebensqualität verbessert und ermutigt mit alltagsnahen Tipps, sich aktiv mit dem Thema zu beschäftigen und sich darüber auszutauschen – bestenfalls direkt mit dem Sitznachbarn“, so Kaiser weiter.

„Klimaangepasste Städte brauchen nachhaltige und klimafreundliche Mobilitätskonzepte“, erklärt Georg Bechthold, stellv. Bereichsleiter Kommunikation und Marketing der Stadtwerke Bonn: „Die Kooperation mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung zum Zukunftsbus liegt uns besonders am Herzen, weil sie seit 25 Jahren in Bonn für ganz NRW wirkungsvoll agiert.“

Wie notwendig Klimaanpassungsmaßnahmen sind, bestätigt Elke Reichert, Präsidentin des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen, LANUK) mit aktuellen Zahlen aus dem NRW-Klimaatlas:

„Die neueste Klimaanalyse zeigt, dass etwa 7,5 Millionen Menschen, also knapp 42 Prozent der gesamten Landesbevölkerung, in NRW in Bereichen leben, die aus stadtklimatischer Sicht einen dringenden Handlungs- und Sanierungsbedarf aufweisen. Hier ist die gesundheitliche Belastung durch eine Zunahme an Hitzetagen, insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen, besonders hoch. Daher ist es wichtig, über Klimaanpassungsmaßnahmen zu informieren, damit sie in den Kommunen umgesetzt werden und auch im direkten Alltag von den Menschen in der Stadt gelebt werden. Zum Beispiel durch Entsiegelung und Begrünung der Städte, durch nachhaltige Mobilitätskonzepte und ein klimaangepasstes Verhalten im Alltag. Der Bonner Zukunftsbus sensibilisiert genau dafür“, so Reichert. 

Der Bonner Zukunftsbus macht Klimaanpassung im Alltag sichtbar.

Die Daten aus dem NRW-Klimaatlas, aber auch die Ideen der Bürgerinnen und Bürger, sind auch in das integrierte Klimaanpassungskonzept der Bundesstadt Bonn mit eingeflossen. Dieses bündelt 26 kurz-, mittel- oder langfristig umzusetzende Maßnahmen in einem Katalog und bildet den Fahrplan für ein klimaangepasstes Bonn. Dazu erklärt David Baier, Leiter des Amtes für Umwelt und Stadtgrün der Bundesstadt Bonn: „Die Anpassung an den Klimawandel hat große Bedeutung für Bonn. Hitze, Trockenheit aber auch Starkregenereignisse treten immer häufiger und intensiver auf. Damit sich die Stadt gut auf diese Veränderungen vorbereiten und damit umgehen kann, braucht es den Einsatz und das Engagement der Stadt Bonn, aber auch den Beitrag und die Initiative vieler weiterer Akteure. Die Stiftung setzt in ihrem Jubiläumsjahr prominente Akzente für die Klimaanpassung und trägt damit dazu bei, die verdiente Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Wir bedanken uns für das bedeutende Engagement der Stiftung und gratulieren zum 25-jährigen Bestehen!“

Sonderfahrten machen kommunale Klimaanpassung in Bonn erlebbar

Am 17. September 2026 finden – im Rahmen der Woche der Klimaanpassung – zwei Sonderfahrten für Bürgerinnen und Bürger statt. Auf einer dafür eigens ausgearbeiteten Route wird der Zukunftsbus Orte in Bonn ansteuern, an denen kommunale Klimaanpassungsmaßnahmen sichtbar sind. Die Fahrten finden gemeinsam mit Mitarbeiterinnen aus dem Amt für Umwelt und Stadtgrün sowie dem Tiefbauamt der Bundesstadt Bonn statt. Eine Anmeldung wird ab Juli über die Volkshochschule Bonn möglich sein. 

Franz August Emde, Geschäftsführer der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, nahm an der Präsentation des Bonner Zukunftsbusses teil.

Fachtagung im Oktober

Im Oktober veranstaltet die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen zudem eine Fachtagung. Unter dem Motto „Klimaanpassung erfolgreich gestalten – Synergien nutzen, Akzeptanz schaffen“, lädt die Stiftung am 7. Oktober 2026 in das LVR-Landesmuseum in Bonn ein. Vertreter*innen der Kommunen, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft werden dort anhand von Best-Practice-Beispielen gemeinsam darüber diskutieren, wie Klimaanpassungsmaßnahmen die Lebensqualität sowie das lokale Klima verbessern können. Die Anmeldung zur Fachtagung ist bereits unter folgendem Link möglich: https://www.sue-nrw.de/anmeldung-fachtagung-klimaanpassung-erfolgreich-gestalten/

Über die Stiftung und den Zukunftsbus

Der Zukunftsbus wurde anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gestaltet. Er zeigt, wie wir uns im Alltag an den Klimawandel anpassen können und illustriert eine klimaangepasste Zukunftsvision von Bonn. Die Inhalte im Bus greifen die Themen der Wanderausstellung „Klima im Wandel“ auf, die seit Februar kostenfrei von Kommunen und Bildungseinrichtungen in NRW bei der Stiftung ausgeliehen werden kann. Mehr Infos dazu finden Sie unter: www.sue-nrw.de/klimaausstellung/

Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen fördert bürgerschaftliches Engagement für nachhaltige Entwicklung und unterstützt Menschen und Initiativen in NRW dabei, lokale Umwelt- und Entwicklungsthemen umzusetzen. Sie setzt Impulse für Bildung, Beratung und Netzwerke im Sinne der Agenda 2030 und fördert jährlich rund hundert engagierte Projekte, die Umwelt-, Klima- und Entwicklungsthemen verbinden. (DA)

Im Innenraum informieren Plakate über Begrünung, Entsiegelung und weitere Maßnahmen für eine klimaangepasste Stadt.
Auch Broschüren und Informationsmaterialien rund ums Thema Klimaanpassung stehen bereit.

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