Rhein mit Fähren und einem Teil der Bonner Skyline

Ihre Fahrgastrechte im Buslinienverkehr unter 250 km

Hintergrund

Für Bus-, Eisenbahn- und Schiffsreisende gelten in der EU kundenfreundliche, verkehrsträgerspezifische Fahrgastrechte. Dazu gehören unter anderem:

  • Fahrpreiserstattungen und Hilfen bei Verspätungen oder Ausfällen.
  • Hilfestellung für behinderte oder mobilitätseingeschränkte Personen.
  • Ihr Anspruch darauf, informiert zu werden. 

Kraftomnibusverkehr für Fahrten unter 250 km
Die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr gemäß EU-Verordnung 181/2011 gelten im Wesentlichen für den Reisebusverkehr mit über 250 km Fahrtweite. Für die Linienverkehre mit einer Fahrtenweite unter 250 km gelten folgende Aspekte:
Nichtdiskriminierende Beförderungsbedingungen.

  • Sie dürfen hinsichtlich der Tarife- und Vertragsbedingungen nicht unterschiedlich behandelt werden/nicht diskriminiert werden.
  • Als Fahrgast mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität bedeutet dies, dass Sie den gleichen Anspruch auf Beförderung haben, abgesehen von bestimmten Ausnahmen, die aus Gründen der Sicherheit oder wegen der Fahrzeugkonstruktion oder der Infrastruktur gerechtfertigt sind.
  • Kontakt/Ansprechpartner SWB Bus und Bahn: Ute Schlömer, E-MailTel.: 0228 711 4663.
  • Beförderung von behinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen ohne Aufpreis, sowie finanzielle Entschädigung bei Verlust oder Beschädigung ihrer Mobilitätshilfen.Angemessene Informationen während der gesamten Fahrt.

Die SWB Bus und Bahn bietet Ihre Fahrgastinformation für Fahrgäste

  • in der App SWB easy.GO,
  • den dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen an allen Bahnhaltestellen und diversen Bushaltestellen mit hoher Kundenfrequenz.
  • Monitore mit optischen Multifunktionsdisplays in den Fahrgasträumen von Bus und Bahn. Neben dem Fahrtziel, den nächsten Haltestellen und der voraussichtlichen Fahrtzeit dorthin, zeigen ergänzende Hinweise Umsteigebeziehungen auf andere Linien an. Künftig sollen auch Störmeldungen der Betriebsleitstelle angezeigt werden.
  • Es erfolgt eine automatische Ansage der nächsten Haltestelle. Zusätzlich erfolgen Durchsagen über geänderte Linienführung/Umleitungen und größere Betriebsstörungen.

Allgemeine Informationen über die Fahrgastrechte der EU-Verordnung 181/2011.

Die Bereitstellung von Informationen über die Rechte nach dieser Verordnung im Internet und in den ServiceCentern und Servicestellen. Als Fahrgast mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität senden wir Ihnen diese Informationen auf Wunsch auch per Post zu.
Ihr Ansprechpartner für Fahrgastrechte im Bus-, Eisenbahn- und Schiffsverkehr ist das Eisenbahnbundesamt:
Heinemannstraße 6
53175 Bonn
Tel. +49 228 30795-400
Fax +49 228 30795-499
E-Mail: fahrgastrechte(at)eba.bund.de
www.eisenbahn-bundesamt.de

Der VRS bietet auf freiwilliger Basis
Im Verkehr unter 250 km bei Verspätungen von mehr als 20 Minuten die Mobilitätsgarantie an. Als alternative Fahrmöglichkeit können Fahrgäste ein Taxi nutzen und bekommen nach den Regeln der Mobilitätsgarantie die Kosten erstattet. Nähere Informationen finden Sie hier.

Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens

Beschwerden können Sie beim Beförderer (Ihr Verkehrsunternehmen, zum Beispiel SWB Bus und Bahn) einreichen. Sie haben einen Anspruch auf eine Antwort. Zum Kundendialog per Klick oder dem Kontaktformular der SWB Bus und Bahn, sowie per E-Mail über vm-verbesserungsmanagement@stadtwerke-bonn.de oder telefonisch 0228 711 4660 zu unseren Bürozeiten:
Montag bis Donnerstag 8 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 16 Uhr
Freitag 8 Uhr bis 14 Uhr.

Verbraucherstreitbeilegungsgesetz

Unser Unternehmen ist Mitglied der Schlichtungsstelle Nahverkehr, die auch als Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des § 36 Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG) anerkannt und der EU als anerkannte Verbraucherschlichtungsstelle gemeldet wurde.

Ohne gesetzliche hierzu verpflichtet zu sein, ist SWB Bus und Bahn bereit, an Streitbeilegungsverfahren nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz teilzunehmen.
Bei Beschwerden können Sie sich dorthin wenden.

Schlichtungsstelle Nahverkehr Mintropstraße 27
40215 Düsseldorf
Tel: 0211 3809-380
Fax: 0211 3809-678
E-Mail: info(at)schlichtungsstelle-nahverkehr.de
www.schlichtungsstelle-nahverkehr.de

Beachten Sie bitte, dass die Schlichtungsstelle in der Regel erst dann tätig werden kann, wenn zuvor ein schriftlich dokumentierter Einigungsversuch erfolglos geblieben ist.
Vollständiger Verordnungstext Fahrgastrechte

Online Streitbeilegung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie hier finden http://ec.europa.eu/consumers/odr/. Verbraucher haben die Möglichkeit, diese Plattform für die Beilegung ihrer Streitigkeiten zu nutzen.

Fahrgastrechte in den Tarif- und Beförderungsbedinungen des VRS

  • (1) Soweit das nationale Fahrgastrechteverordnungs-Anwendungsgesetz, das Allgemeine Eisenbahngesetz (AEG), die Eisenbahn-Verkehrsordnung (EVO) 
    bzw. die Verordnung (EG) Nr. 1371/2007 zu den Rechten und Pflichten des Fahrgastes im Eisenbahnverkehr den Eisenbahnverkehrsunternehmen Ermessensspielräume einräumen, werden diese wie folgt ausgeübt:
  • (2) Entschädigungen werden nur vorgenommen, sofern der Entschädigungsbetrag mindestens 4,00 € beträgt.
  • (3) Bei Fahrscheinen mit einer Gültigkeit von einem Tag oder länger hat der Fahrgast Anspruch auf Entschädigung, wenn er im Gültigkeitsbereich seiner Zeitkarte wiederholt Verspätungen (mindestens 3) von mindestens 60 Minuten erlitten hat. Die Entschädigung beträgt 
    a) 1,50 € je Verspätungsfall bei Fahrkarten für die 2. Wagenklasse
    b) 2,25 € je Verspätungsfall bei Fahrkarten für die 1. Wagenklasse

Haftung

  • (1) Das Verkehrsunternehmen haftet für die Tötung oder Verletzung eines Fahrgastes und für Schäden an Sachen, die der Fahrgast an sich trägt oder mit sich führt, nach den allgemein geltenden Bestimmungen. Für Sachschäden haftet das Verkehrsunternehmen gegenüber jeder beförderten Person nur bis zu einem Höchstbetrag von 1.000,00 €. Die Begrenzung der Haftung gilt nicht, wenn die Sachschäden auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen sind. Abweichend von Satz 2 haften Betreiber von Busverkehren für von ihnen verursachte Verluste oder Beschädigungen von Rollstühlen und anderen Mobilitätshilfen oder Hilfsgeräten in Höhe des Wiederbeschaffungswertes oder der Reparaturkosten der verlorengegangenen oder beschädigten Ausrüstung oder Geräte.
  • (2) Die Verkehrsunternehmen haften nicht für Schäden, die durch einen Fahrgast oder von diesem mitgeführte Gegenstände oder Tiere verursacht werden.

Datenerhebung bei Bedarfsverkehren

  • (1) Bei telefonisch oder elektronisch gebuchten Verkehrsmitteln werden von der Dispositionszentrale des zuständigen Verkehrsunternehmens – soweit erforderlich – nachstehende Daten abgefragt, damit ein Fahrtauftrag erstellt werden kann: Name, Abfahrtzeit, Einstiegshaltestelle, Fahrtziel, ggf. Personenzahl, Preisstufe und Ermäßigungen bzw. ggf. vorhandener Fahrausweis. Bei regelmäßig fahrenden Fahrgästen wird auf Wunsch die Telefonnummer gespeichert, damit die Fahrgäste über evtl. Fahrplanänderungen und Abweichungen informiert werden können.
  • (2) Die erhobenen Daten werden zur Abwicklung des Fahrtauftrages verarbeitet und zu Abrechnungszwecken gespeichert. Die Fahrtbelege werden nach den gesetzlichen Vorschriften 10 Jahre aufbewahrt.

Videoaufzeichnung im Fahrgastraum
Zum Schutz vor Angriffen auf Leben und Gesundheit der Fahrgäste und des Personals sowie zur Abwendung von Sachbeschädigung jeglicher Art in und an Verkehrsmitteln behalten sich die Verkehrsunternehmen vor, Fahrgasträume mit Videogeräten zu überwachen. Durch die Betriebe wird eine missbräuchliche Nutzung der Daten ausgeschlossen. Die Fahrzeuge, in denen Videoaufzeichnung erfolgen, sind besonders gekennzeichnet.

Verjährung
Die Frist zur Verjährung von Ansprüchen aus dem Beförderungsvertrag beträgt drei Jahre. Sie beginnt mit dem kalendarischen Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Im Übrigen richtet sich die Verjährung nach den allgemeinen Vorschriften.

Ausschluss von Ersatzansprüchen

  • (1) Abweichungen von Fahrplänen durch Verkehrsbehinderungen, Betriebsstörungen oder -unterbrechungen sowie Platzmangel in den Fahrzeugen begründen keine Ersatzansprüche. Insoweit wird auch keine Gewähr für das Einhalten von Anschlüssen übernommen. Dies betrifft nicht die Anschlüsse, für die von einzelnen Verkehrsunternehmen Ersatzansprüche zugesichert worden sind. Weitergehende Ansprüche aus § 17 EVO bei einer Beförderung mit der Eisenbahn bleiben unberührt.
  • (2) Ein Anspruch auf die Beförderung in der 1. Wagenklasse ist ausgeschlossen, wenn keine 1. Wagenklasse vorgehalten wird.

Gerichtsstand
Der ausschließliche Gerichtsstand für alle Streitigkeiten, die sich aus dem Beförderungsvertrag ergeben, ist der Sitz des Verkehrsunternehmens.
Stand: 01.01.2016

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