19.12.2019

Bund fördert Maßnahmen zur Digitalisierung

Anja Wenmakers (2.v.li.) und Friedrich-Jörn Zauner (li.) bedanken sich bei Minister Scheuer (re.) für das entgegengebrachte Vertrauen des Bundes in die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduzierung der NOx-Emissionen. Foto: Bundesverkehrsministerium

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am Donnerstag, 19. Dezember, in Berlin Förderbescheide zur Richtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ an SWB Bus und Bahn-Geschäftsführerin Anja Wenmakers und Friedrich-Jörn Zauner, SWB-Bereichsleiter Digitalisierung und Verkehrstelematik, übergeben. Die ersten sechs von insgesamt 22 vorgeschlagenen Maßnahmen mit einem Volumen von 31,8 Millionen Euro werden innerhalb des vierten Aufrufs mit bis zu 70 Prozent vom Bund gefördert.

 

Die Digitalisierungsrichtlinie ist Teil des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017-2020“, dass die Luftreinhaltung in deutschen Kommunen thematisiert und mit dem der Bund Kommunen bei der Gestaltung nachhaltiger und emissionsarmer Mobilität unterstützt. Aufbauend auf dem Masterplan der Stadt Bonn ist das Ziel der Förderung, mit der Umsetzung von Vorhaben im Bereich der Digitalisierung der Verkehrssysteme kurz- bis mittelfristig zur Emissionsreduzierung der Luftschadstoffe beizutragen. Seit 2017 gab es entsprechende Förderaufrufe.
 

Bei SWB Bus und Bahn werden nun die Einführung von neuen, modernen Bordrechnern in den Fahrzeugen inklusive einer Navigationssoftware und die Anpassung der Netzwerktechnik auf IBIS-IP-Technologie gefördert. Außerdem wird das Nahverkehrsunternehmen weitere Haltestellen mit dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen ausstatten. „Damit stärken wir weiter die Kommunikation und den Informationsaustausch mit unseren Fahrgästen“, freute sich SWB Bus und Bahn-Geschäftsführerin Anja Wenmakers. „Der Öffentliche Personennahverkehr muss mit weiteren Modernisierungen noch attraktiver werden. Wir werben weiter für den ökologischen Umstieg auf Bus und Bahn! Für Klima, Umwelt und Luftreinhaltung.“
 

Weiter wird erheblich in den Aufbau der informationstechnischen Infrastruktur investiert, welche für die Übertragung betrieblicher Daten und für die digitale Erfassung von Fahrgastströmen notwendig ist. Im Rahmen der Digitalisierung soll ebenfalls ein Monitoringsystem etabliert werden, dass einen Ausfall der digitalen Komponenten erkennt und eine Reduzierung der Servicefahrten und damit eine Reduzierung der NOx-Emissionen ermöglichen soll. Auch die Kapazitäten der digitalen Prozess-IT zur Datenerfassung und  -bereitstellung werden erweitert.

Daneben wird der Umstieg der Dieselbusflotte auf Elektrobatteriebusse vom Bund durch die Förderung eines Lademanagementsystems unterstützt. Mit dieser Maßnahme wird das Ziel verfolgt, ein betriebliches- und emissionsabhängiges Optimum für den Einsatz der zukünftigen Elektrobusflotte der SWB überhaupt erst zu ermöglichen.

Anja Wenmakers und Friedrich-Jörn Zauner bedankten sich bei Minister Scheuer für das entgegengebrachte Vertrauen des Bundes in die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduzierung der NOx-Emissionen durch die Digitalisierung von Infrastrukturkomponenten und betrieblichen Prozessen.

 

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