17.12.2020

Neuer Blickfang Haltestelle „Bonn West“

Die Sanierung der Bahnhaltestelle „Bonn West“ ist fast abgeschlossen. Die gesamte Überdachung, Unterführung sowie Technik wurden binnen eines Jahres umfangreich modernisiert. Viel Wert wurde dabei auf ein zeitloses Design gelegt. 2021 folgen letzte Abschlussarbeiten.

Das neue Dach an der Bahnhaltestelle "Bonn West". (Fotos: SWB/Martin Magunia)
Die Haltestellenwand dient gleichzeitig als Lärmschutz.

„Unser Ziel war es, die Haltestelle für unsere Fahrgäste attraktiv umzugestalten. Mit unserem Design und technischen Konzept, ist uns dies gelungen“, sagt Jannik Bernt, Projektleiter der Maßnahme. Im Dezember 2019 wurde mit der Unterführung begonnen, die vollständig von Graffiti befreit wurde. Wände und Boden wurden runderneuert und mit hellgrauen Fliesen verkleidet. Hinzu kommt die neue Beleuchtung, durch die die Unterführung nun insgesamt heller und freundlicher wirkt. Neue Kameras sorgen zusätzlich für Sicherheit.

"Komfort und Qualität sind uns für unsere Fahrgäste sehr wichtig. Daher sind wir froh, dass wir diese Aspekte durch die Sanierung an der Haltestelle ‚Bonn West‘ deutlich gesteigert haben“, so Anja Wenmakers, Geschäftsführerin SWB Bus und Bahn. Besondere Elemente an den Wänden sind zudem große Zeichnungen von SWB-Bussen und Bahnen, die sie auf ihrem Weg durch Bonn zeigen. Diese stammen von der Künstlerin Kristina Stroh (Kaydee Artistry). „Da die Station in unmittelbarer Nähe zum August-Macke-Haus liegt, haben wir einen künstlerischen Akzent gesetzt“, erklärt Wenmakers.

Eine der großen Zeichnungen in der Unterführung.
(Fotos: SWB/Martin Magunia)
Von der Haltestelle aus erreicht man das August-Macke-Haus.

Pützerpilze weichen zeitgemäßer Optik

Ein Großteil der Arbeiten bildete der Austausch der sogenannten „Pützerpilze“ – der bunten Überdachungen, wie sie auch an der Haltestelle Rheinaue vor ihrem Umbau zu finden waren. Das in den siebziger Jahren entworfene Stilelement wurde durch eine zeitgemäße und lichtdurchlässige Stahl-Glas-Konstruktion ersetzt. Die Haltestellenwand am Gleis dient gleichzeitig als Lärmschutz, der die Umgebung von den Geräuschen des Bahnverkehrs abschirmt.

Im kommenden Jahr folgen die Abschlussarbeiten auf dem Bahnsteig: Die Sanierung des Bodenpflasters, neue Beleuchtung, Geländer und einzelne Malerarbeiten.

Die bisherigen Planungs- und Baukosten der Arbeiten bis Ende dieses Jahres belaufen sich auf rund 582.000 Euro. Die förderfähigen Kosten der Überdachung von 285.000 Euro werden über den Nahverkehr Rheinland (NVR) mit 90 Prozent bezuschusst. Die Unterführung und die Haltestellenwände werden 100 Prozent durch die Bundesstadt Bonn gefördert.(lh)

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